CSP kein Meister von Zahlen

Integrationsparcours

Als Antwort auf den Leserbrief „Fakten zum Integrationsparcours“ (GE vom 25.03.2019) schreibt Matthias Zimmermann, Präsident des SP-Regionalverband Ostbelgien:

In ihrem jüngsten Leserbrief hat die CSP auf eindrucksvolle Weise bestätigt, dass der Vergleich zu Donald Trump wie die Faust aufs Auge passt. Mal wieder listet die CSP eine Reihe von Zahlen auf und dreht diese so, wie sie ihr in den Kram passen.

Eigentlich sagt die CSP: Fast jeder 4. Migrant bricht den Integrationsparcours ab. Da kann der Bürger schon einmal denken, dass die Dinge nicht funktionieren oder der Umgang mit Migranten zu lasch sei.

Tatsächlich haben nur 13 von 815 Personen seit 2017 den Parcours abgebrochen, ohne dafür einen guten Grund zu haben. Die anderen 83 sind entweder wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, leben nicht mehr in Ostbelgien oder können aus gesundheitlichen Gründen die Angebote nicht beanspruchen.

Die CSP spricht in diesem Zusammenhang von Kosten von 1,2 Millionen Euro? Wie kommen sie an diese Zahl? Für die Sprach- und Integrationskurse zahlt die Regierung jährlich knapp 320.000 Euro. Hinzu kommt noch die Beratung der Migranten während des Parcours durch Info-Integration. Bis zu 1,2 Millionen ist noch ein weiter Weg. Aber, dass der Fraktionsmitarbeiter der CSP, Colin Kraft, nicht immer Meister seiner Zahlen ist, ist allgemein bekannt. Dass aber selbst Mitglieder der CSP Fraktion die Dossiers ihrer Ausschüsse nicht kennen, ist erschreckend.

Die CSP organisiert neuerdings auch Hausaufgabenschulen. Vielleicht wäre es besser, auch Nachhilfe für die eigenen Reihen anzubieten oder aber nicht nur bei der Zuhör-Tour die Ohren zu spitzen, sondern auch im Fachausschuss im Parlament, wenn die Zahlen zu den wichtigen Themen ausführlich erklärt werden.

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