Torbogen der Raerener Burg braucht neue Stütze

Infrastruktur

Die Stützsäulen der Raerener Burg müssen neu aufgebaut werden. Für dieses Arbeiten gab es am Donnerstag im Gemeinderat grünes Licht. | Foto: GE-Archiv

Die Stützsäulen des Torbogens der Raerener Burg haben sich versetzt. Weil dadurch die Stabilität des Bogens nicht mehr gewährleistet ist, müssen diese neu aufgebaut werden. Die Maßnahme schlägt mit 150.000 Euro zu Buche.

Von Cynthia Lemaire

Keine Frage, die Raerener Burg zählt zu den schönsten Denkmälern dieser Art in der DG. Deshalb gab es beim Absegnen der Kosten für die Instandsetzung des Bogens bzw. der Stützsäulen auch keinen Gegenwind im Raerener Rat am Donnerstagabend. Einstimmig wurde dieser Punkt der Tagesordnung verabschiedet. Bislang ist der Torbogen mit einem Gerüst versehen, quasi als Notsicherungsmaßnahme. Auch wenn dank dieser Sicherung, keine Einsturzgefahr mehr besteht, soll das Provisorium so schnell wie möglich beendet werden. Wie die zuständige Schöffin Marcelle Van Streels (Mit uns) im Rat erklärte, wird als Lösung der Abbau und der anschließende Neubau des Torbogens in Angriff genommen.

Arbeitsbeginn ist voraussichtlich im Sommer.

Die Gesamtkosten zur Verwirklichung dieses Projektes werden auf 150.000 Euro geschätzt. Der Antrag an die DG auf Bezuschussung, die sich auf 60 Prozent belaufen wird, wurde eingereicht. Noch wartet die Gemeinde auf grünes Licht.

Nach dem Beschluss des Gemeinderates wird jetzt das Lastenheft veröffentlicht. Der Beginn der Arbeiten soll im Sommer erfolgen.

Eine Belastung für den Haushalt stellte dieser Posten nicht dar: Wie August Boffenrath (Mit uns) seinen Ratskollegen mitteilte, hat die Gemeinde Raeren derzeit 9,3 Millionen Euro auf der hohen Kante. „Das ist in Raeren, soweit ich mich erinnern kann, eine Premiere“, so der Finanzschöffe nicht ohne Stolz. Diese Zahl sei jedoch nur eine Momentaufnahme und werde ein wenig dadurch verfälscht, dass die Summe Gelder enthält, die für die Baukosten an der Hauptstraße vorgesehen sind. Nach Abzug dieses Postens seien aber immer noch über 7 Millionen Euro übrig. „Und alle Rechnungen sind bezahlt“, versicherte Boffenrath. Der Kassenbericht der Gemeinde wurde vom Rat zur Kenntnis genommen.

Einstimmig verabschiedet wurden am Donnerstag außerdem zwei Sonderzuschüsse. Der erste betraf das Zentrum für Förderpädagogik in Eupen (ZFP). 20 Kinder aus der Gemeinde Raeren besuchen diese Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Die Gemeinde bezuschusst das ZFP mit 25 Euro pro Kind, was einem Total von 500 Euro entspricht.

Mit einem Betrag von 5 Eurocent pro Einwohner beteiligt sich die Gemeinde Raeren an den Kosten der VoG Telefonhilfe. Bei einer Einwohnerzahl von 10.794 macht dies unter dem Strich 537,45 Euro.

Kommentare sind geschlossen.